Saxen im 8.-10. Jhd.



In den Jahren 772-804 führte Karolus der Große, König des großen frankonianischen Reiches, gegen die Saxen Krieg. Saxen wurde zwar ein Teil des Königreiches, es hielt jedoch lange Zeit am germanischen Vielgötterglaube fest. Karolus hatte sich nun zur Aufgabe gemacht diesen Teil seines Reiches zu christianisieren und die säxischen Adligen die man Ethelinge nannte stärker an sich zu binden. Nach vielen blutigen Schlachten unterwarfen sich die Saxen mit ihrem Anführer dem Herzog Widukind letztendlich Karolus dem Großen und die Ethelinge, die an der Macht bleiben wollten, ließen sich taufen. Karolus überließ Widukind als Herzog von Saxen das Land. Er war schlau, denn so konnte er sicher sein, daß es nicht zu weiteren Auseinandersetzungen kommen konnte. Ja die Saxen erhielten sogar mit dem „Lex Saxonum“ weitgehend ihr altes Volksrecht zurück. Nebenbei siedelte Karolus viele Saxen in frankonianisches Gebiet und viele Frankonianer in säxisches Gebiet um. Damit zerstreute er noch mal die Gefahr eines erneuten Aufstandes.

 

 

 

Für viele Jahre herrschten Widukind und seine Nachfahren in Saxen, bis das Geschlecht im Jahre 952 ausgestorben war. Daraufhin setzte der damalige frankonianische König, dessen Reich schon dem Untergang geweiht war den Markgrafen Ottokar, einen Bayuvaren als Herzog ein. Es gab viele Proteste innerhalb Saxens und auch aus dem frankonianischen Reich. Doch die Frankonianer hatten letztendlich mehr mit ihrem Untergang zu tun als sich um das Herzogtum Saxen zu kümmern. Ottokar war lange Jahre ein Vertrauter des Königs gewesen, dennoch vereinte er die säxischen Adligen hinter sich und sagte sich dann vom König los. Diesem Beispiel folgten viele andere Herzogtümer Frankoniens. Der frankonianische König stellte daraufhin ein Heer auf um Saxen wieder dem Verräter abzunehmen. Doch das Heer war schlecht und undiszipliniert, da auch das Geld fehlte. Noch bevor die Armee Saxen erreichte, hatten sie sich schon aufgelöst. Entweder wurden die Soldaten in Scharmützel mit frankonianischen Gegenkräften aufgerieben, oder sie desertierten einfach. Ottokar und seine Nachfahren diktiertem dem Herzogtum von nun an ein Leben in Isolation auf, nicht zuletzt auch aus Angst vor erneuten Eroberungen. Nur gelegentlich wurde sporadischer Handel mit den Nachbarn geführt, um gerade mal die Güter zu erlangen, die nicht in Saxen zur Verfügung standen.