Saxen im 11. Jhd.



Am 6. Juni 1039 starb der letzte Nachfahre Ottkars auf einem Kriegszug gegen die Nordmänner. Er starb in dem Glauben, daß sein erstgeborener Sohn Saxen übernehmen würde. Dieser war jedoch schon vorher an einer Lungenentzündung gestorben, während sein Vater im Norden weilte. Ein säxischer Adliger namens Bernhard der Krumme aus Immenburg übernahm mit Unterstützung der Kirche die Herrschaft in Saxen und vertrieb die Witwe und die restlichen Kinder von ihrem Thron. Die Kirche erhielt daraufhin einen Teil Saxens als Belohnung woraufhin das Erzbistum Marienborn entstand. Bei den einfachen Leuten erhielt Marienborn damals auch den Spitznamen Judasborn.

 

 

 

Im Jahre 1042 forderte der damalige Herr über Öderland Radulf vom Herzog, daß er Recht sprechen könnte in Öderland. Radulf war ein Anhänger der Kirche und verstand sich mit dem Erzbischof recht gut. Der Herzog befürchtete, daß Radulf sein Land der Kirche schenken würde und sie damit zuviel Einfluß in Saxen gewinnen könnte. So gab der Herzog der Forderung nach. Damit war Öderland zur Grafschaft erhoben und Radulf war der erste Graf von Öderland. Der Verwaltung des Herzogs entzogen, entwickelte sich Öderland stärker als es dem Herzogsgeschlecht lieb war. Und als das Land zu Brünningen durch Heirat ebenfalls an Öderland fiel beschloß der Herzog einen Gegenpol aufzubauen. Er erhob die Ländereien im Nordried ebenfalls zu einer Grafschaft und setzte einen Grafen seiner Wahl ein. Von nun an begannen die Zwistigkeiten zwischen Nordried und Öderland, die bis in die heutigen Tage andauern. Damit war sein ernstzunehmender Widersacher Radulf auf Jahre beschäftigt. Um den Machtbereich seiner Familie schließlich noch weiter zu festigen machte der Herzog einen Teil seines Hausgutes, nämlich das heutige Immen, ebenfalls zu einer Grafschaft, die dann innerhalb der Familie regiert wurde.