Die Grafschaft Öderland



 

 

Öderland war, gemeinsam mit Nordried, lange Zeit die fortschrittlichste Grafschaft im Herzogtum, was sicherlich auf die beiden ehrgeizigen Familien zurückzuführen ist, die dort regieren. Beide Familientraditionen gehen auf das neunte Jahrhundert zurück. Die Öderländer verstanden es aber irgendwie immer besser die Kirche mit in ihr Boot zu holen, etwas was bei den Nordriedern schon seit Anbeginn für Neid sorgte. Öderland war bis zum Jahre 1138 nur etwa drei viertel so groß, bis der damalige Graf durch aggressive Landerweiterung Teile von Wilderhain und Immen dem Stammland einverleibte. Der Papst persönlich mußte eingreifen und ihn in die Schranken weisen. Bis auf die besetzten Teile von Wilderhain blieben die neuen Gebiete in öderländischem Besitz. Ein Zugeständnis das der Pontifex aufgrund der militärischen Stärke Öderlands machen mußte. Seit diesen Tagen ist der alte Streit zwischen den Herrscherfamilien von Öderland und Nordried allerdings wieder schärfer geworden. Öderland und Nordried scheinen jedoch mehr aus Tradition, denn aus Verstand dieser Familienfehde anzuhängen. Beide Länder sind auch auf ihre Art zu Reichtum gelangt, so daß keiner dem anderen etwas neiden müßte. Einzig die Opposition, welche die Familie von Hochfelden gegen den aktuellen Herzog einnimmt, rechtfertigt die verbalen und praktischen Angriffe der herzognahen Öderländer. Ein deutliches Zeichen setzte der Herzog, als er 1203 Öderland zur Mark erhob und den Grafen zum Markgrafen machte. Gleichzeitig ist damit das Amt des Marschalls von Saxen verbunden. Als Heerführer aller Saxen hat der Markgraf von Öderland nun das Recht ein Auge auf die Truppen des Grafen von Nordried zu werfen.


Mit dem Zerfall des Herzogtums zog sich Markgraf Kunibert in seine Ländereien zurück und schloß die Grenzen. Die öderländische Politik zielt darauf ab, eine neutrale Position einzunehmen und sich nicht in die Streitgkeiten der Nachbarn einzumischen.