Die Grafschaft Immen war lange Zeit auch gleichzeitig Sitz des Herzogs, der auch Graf von Immen war. Das Land war sehr stark durch die traditionsreiche Familie der ausgestorbenen Herzogsfamilie geprägt, die das Land schon seit mehr als 150 Jahren regierte. Der jüngst verstorbene Herzog Giesebrecht von Immenburg war allerdings eher den schönen Künsten zugetan als dem ritterlichen Leben. Die Jagd verabscheute er ebenso wie die sinnlose Verschwendung von Zeit bei Turnieren. Seine Hauptbeschäftigung war die Errichtung einer Kathedrale. Dieses Bauvorhaben hatte ihm häufig Streit mit dem alten Erzbischof von Marienborn eingebracht, der es gerne gesehen hätte, wenn die Kathedrale in seinem Erzbistum errichtet werden würde. Der Traum von Herzog Giesebrecht war es, die Stadt Immenburg mit der Kathedrale nach seinem Tod der Kirche zu vermachen um sich damit das ewige Leben im Paradies zu sichern. Leider wurde der Traum zum Wahn. In den letzten Jahren verlor der Herzog den Überblick über seine Finanzen und die Nöte seiner Untertanen.
Kurz nach der Krönung Lothars 1. wurde dessen Vetter, Theoderich von Holte, in den Stand eines Freiherrn erhoben und mit der Verwaltung der Grafschaft betraut. Alte Strukturen wurden zerschlagen und eine Neuordnung fand statt, die für wirtschaftlichen Aufschwung sorgte und die Grafschaft in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewann.